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"Exkursion ins Deutsche Theater: Nathan der Weise"

Am 12.03.2016 besuchte ich mit einigen meiner Mitschüler aus den Deutschleistungskursen der Jahrgangsstufe 12 das "Deutsche Theater" in Berlin. Zusammen sahen wir uns das Stück "Nathan der Weise" von G. E. Lessing an.

 

In diesem Stück geht es um einen Juden (Nathan),der von einer Geschäftsreise wieder nach Hause kommt und feststellt, dass sein Haus gebrannt hatte. In diesem Haus befand sich seine Tochter (Recha), die diesen Brand nur überlebte, weil sie von einem Tempelherren gerettet wurde. Allerdings war es im 12. Jahrhundert nicht üblich, dass Tempelherren in Jerusalem geduldet waren, da dieses vom Sultan regiert wurde und somit der Islam herrschte.

Neben der Konfrontation der Religionen, baut sich zwischen dem Tempelherren und Recha eine Liebesbeziehung auf, die allerdings nicht geduldet wird, weil sich später herausstellt, dass die beiden Geschwister sind.

Da ich durch den Deutschunterricht schon Vorkenntnisse zu diesem Stück besaß und mich das Buch nicht all zu sehr angesprochen hatte, bin ich nicht mit all zu hohen Erwartungen in das Theaterstück gegangen.

Zu beginn der Aufführung waren zwei Personen auf der Bühne, die Adam und Eva darstellen sollten. Mit einer geschickten Überleitung begann danach das eigentliche Stück. Alle Figuren in dieser Inszenierung waren "Lehmfiguren", so, wie es in der Bibel geschrieben steht, dass Gott de Menschen aus Lehm schuf. Zuerst hat mich das ein wenig irritiert, doch machte die Idee das Stück anschaulicher und interessanter. Das Bühnenbild bestand hauptsächlich aus einer großen Holzkiste, die beweglich war. Fast die ganze Zeit drehte sie sich und im Inneren hatte sie zwei Etagen.

Die Inszenierungsidee bestand darin, das ganze Stück in Form eines archaischen Comic zu sehen. Dies war auch der Grund, weshalb viele Späße mit eingebaut wurden. So wurde der Patriarch als schaulustige Person mit dickem Bauch und sitzend auf der Toilette dargestellt und fast verhöhnt, war sie die einzige Nicht-tolerante-Figur auf der Bühne.

Passend zu ihrer Religionen waren die Figuren mit typischen Merkmalen gekennzeichnet, so trug der Jude eine Kippa und Schläfenlocken, der Christ ein Kreuz und der Muselmann einen Turban.

So spielten alle ihre Rolle und mehr als eine, denn es waren für 9 Rollen nur 6 Schauspieler auf der Bühne. Einige Schauspieler hatten eine doppelte Rolle, doch es ist niemand aus seiner Rolle gefallen, was sogar bis zum Applaus anhielt.

Schade war nur, dass an diesem Abend für den Tempelherren eine Ersatzperson einspringen musste, da der eigentliche Schauspieler plötzlich krank geworden ist. So musste der Tempelherr seinen Text meist ablesen, und dies führte auch zu einigen lustigen Szenen.

Im Allgemeinen war ich von diesem Besuch sehr positiv überrascht, da ich davon ausgegangen war, dass es so langweilig wird, dass ich einschlafen würde und deshalb bin ich der Meinung, dass man öfter mal ins Theater gehen könnte, auch wenn ich noch nicht beurteilen kann, ob alle Theateraufführungen so toll sind.

Eric Kohl, 12a

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