Nathans Kinder

Nathans Kinder

Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ ist vielen bekannt, von der Ringparabel hat jeder gehört. Was aber ist mit Ulrich Hubs Stück „Nathans Kinder“? Das war den SchülerInnen der 11b bisher unbekannt. Bisher!

Inzwischen hatten sie die Möglichkeit, die Geschichte von Nathans Tochter Recha und Kurt, dem Kreuzritter, live auf der Bühne des Kleist – Forums FF(O.) zu erleben. Hubs Bearbeitung des klassischen Dramas richtet sich an Jugendliche, wirft aber die gleichen Fragen auf wie Lessings Stück Wie gehen wir Menschen miteinander um? Gibt es die wahre Religion? Welche Rolle spielen Toleranz und gegenseitiger Respekt in unserem Leben? Wie gehen wir mit Vorurteilen um?…..

Jerusalem wird hart umkämpft: Christen, Juden und Muslime beanspruchen die Stadt für sich. Orientierungslos irrt eines Nachts der junge Kreuzritter Kurt umher, als er plötzlich ein brennendes Haus entdeckt. Mutig stürzt er sich in die Flammen und rettet ein junges Mädchen aus dem Feuer. Aber Recha ist die Tochter des Juden Nathan. Über alle Glaubenskonventionen hinweg entsteht eine zarte Liebe zwischen den beiden, weil es Recha gelingt, Kurt von seinen Vorurteilen abzubringen. Doch ihre Liebe steht in dieser von Gewalt umtosten Stadt unter keinem guten Stern. Der Bischof versucht Kurt dazu zu bewegen, den Sultan zu töten; dieser wiederum möchte den Bischof beseitigen lassen und sucht dafür Nathans finanzielle Unterstützung. Als Kurt erfährt, dass Recha gar nicht Nathans leibliche Tochter ist, sondern das Kind eines Christen, bittet er den Bischof um Rat – mit fast katastrophalen Folgen.

Das Ensemble des Hans Otto Theaters Potsdam hat die Geschichte auf die Bühne gebracht und die Zuschauer in den Bann gezogen. Im Anschluss an die Aufführung standen alle Schauspieler Rede und Antwort, kamen mit den SchülerInnen ins Gespräch. Sie nahmen sich die Zeit, um Fragen der Jugendlichen zum Stück und seiner Aktualität, zur Inszenierung, aber auch zum Werdegang eines Schauspielers zu beantworten. Von stürmischem Beifall begleitet, verabschiedeten sie sich mit einer (Tanz) – Zugabe.

Ein Erlebnis, das Lust auf MEHR gemacht hat.

Leave a comment

Send a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.